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The Female Face

Geschlechtsangleichende Stirnkorrektur bei Transfrauen

Die Stirnverweiblichung ist ein zentraler Bestandteil der Gesichtsfeminisierung (FFS). Ziel ist es, maskuline Stirnmerkmale – insbesondere ausgeprägte Supraorbitalwülste („Brow Bossing“) – zu reduzieren und eine weichere, harmonische Kontur mit femininer Augenbrauenposition zu schaffen.

In der Praxisklinik am Rosengarten in Bergisch Gladbach, Köln und Hamburg führen wir diese Eingriffe mit hoher Spezialisierung auf geschlechtsangleichende Gesichtschirurgie durch – unter Berücksichtigung funktioneller Sicherheit, ästhetischer Präzision und individueller Identität.

Warum wirkt die Stirn „maskulin“?

Die geschlechtsspezifischen Unterschiede im oberen Gesichtsdrittel betreffen insbesondere:

  • stärkere Vorwölbung der Stirn oberhalb der Augen (Supraorbitalregion)
  • ausgeprägter Stirnhöcker
  • tiefer stehende Augenbrauen
  • flacher oder weniger konvexer Stirnverlauf

Diese Merkmale werden hormonell (Testosteronwirkung in der Pubertät) geprägt und lassen sich durch eine reine Hormontherapie nicht mehr verändern.


Operative Techniken der Stirnfeminisierung

Die Wahl der Technik hängt von Anatomie, Sinusfrontales-Ausprägung und Knochenstärke ab.

  1. Knochenkonturierung (Shaving-Technik)

Bei moderater Ausprägung kann die vordere Knochenkontur vorsichtig abgetragen werden.
Geeignet bei:

  • geringer Stirnhöcker-Ausprägung
  • ausreichender Knochenstärke

Vorteil: weniger invasiv
Limitation: nur begrenzte Reduktion möglich

  1. Typ-III-Rekonstruktion (Frontale Knochenreposition)

Bei starkem Brow Bossing ist die Stirnhöhle (Sinus frontalis) häufig sehr ausgeprägt.
Hier wird die vordere Knochenplatte vorsichtig entfernt, modelliert und in femininer Position wieder eingesetzt.

Geeignet bei:

  • deutlicher Supraorbitalwölbung
  • dünner Knochenplatte
  • starker Projektion

Dies ist die häufigste und effektivste Technik bei Transfrauen.

  1. Augenbrauenanhebung (Brow Lift)

Ergänzend wird häufig eine Brauenhebung durchgeführt, um:

  • die Augenöffnung optisch zu vergrößern
  • eine weichere, leicht geschwungene Brauenform zu erzielen
  • den femininen Gesamtausdruck zu unterstützen
  1. Haaransatzkorrektur (Haaransatzsenkung)

Falls eine hohe Stirn vorliegt, kann eine gleichzeitige Haaransatzsenkung sinnvoll sein.
Dies verbessert die Proportionen des oberen Gesichtsdrittels erheblich.


Schnittführung und Narben

Der Zugang erfolgt entweder:

  • koronal (im behaarten Kopfbereich)
  • prätrichial (direkt am Haaransatz)

Die Entscheidung richtet sich nach:

  • Haaransatzhöhe
  • gewünschter Haarlinienveränderung
  • individueller Narbenheilung

Narben werden in der Regel gut vom Haar verdeckt.

Sicherheit & medizinische Aspekte

Als Eingriff im Bereich des Stirnbeins und der Stirnhöhle erfordert die Operation:

  • präoperative 3D-Bildgebung (CT der Stirnhöhle)
  • genaue Analyse der Sinusanatomie
  • neurovaskuläre Schonung (N. supraorbitalis, N. supratrochlearis)
  • sterile OP-Bedingungen

Mögliche Risiken:

  • Schwellung und Hämatom
  • vorübergehende Sensibilitätsstörungen
  • sehr selten: Sinusprobleme oder Konturunregelmäßigkeiten

In erfahrenen Händen ist die Komplikationsrate gering.

Heilungsverlauf

  • Schwellung: 2–4 Wochen deutlich sichtbar
  • Fäden: nach ca. 10–14 Tagen
  • Gesellschaftsfähigkeit: nach ca. 2–3 Wochen
  • Endergebnis: nach 3–6 Monaten

Das feminisierende Ergebnis wirkt meist sehr natürlich und subtil – mit großer psychologischer Wirkung.


Für wen ist die Operation geeignet?

  • Transfrauen mit ausgeprägtem Brow Bossing
  • Nicht-binäre Personen mit Wunsch nach weicherer Stirnkontur
  • Cis-Frauen mit starker Supraorbitalprojektion

Voraussetzungen:

  • psychologische Indikation bei geschlechtsangleichenden Eingriffen
  • stabile gesundheitliche Situation
  • realistische Erwartungshaltung

Häufige Fragen zur Gesichtsanpassung MzF

Verändert eine Hormontherapie die Stirn?

Nein. Nach Abschluss der Pubertät bleibt die knöcherne Struktur unverändert.

Muss die Stirnfeminisierung mit anderen FFS-Operationen kombiniert werden?

Nicht zwingend. Häufig wird sie jedoch mit Nasenkorrektur, Kiefer- oder Kinnfeminisierung kombiniert.

Ist der Eingriff reversibel?

Nein. Es handelt sich um eine dauerhafte knöcherne Veränderung.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Je nach Einzelfall, psychologischer Indikation und Versicherungsstatus unterschiedlich. Eine individuelle Beratung ist erforderlich.

Was sind "Dog Ears"?

Das sind kleine Hautüberschüsse an den äußeren Enden der Narbe unter den Achseln. Wir nutzen spezielle Techniken, um sie zu vermeiden. Sollten sie dennoch auftreten, können wir sie später in einem kleinen Eingriff (in örtlicher Betäubung) korrigieren.

Wann kann ich wieder Sport machen?
  • Woche 1–2: Ruhe.
  • Woche 4–6: Leichte Belastung, aber keine Arme über den Kopf.
  • Nach 6–8 Wochen: Start mit Fitness/Joggen.
  • Brustmuskeltraining: Erst nach voller Abheilung, um die Narben nicht zu dehnen.
Wie stark sind die Schmerzen nach der Top Surgery?

Viele Patienten sind überrascht, dass die Schmerzen oft geringer sind als erwartet (ähnlich wie starker Muskelkater). Du bekommst natürlich Schmerzmittel. Als störender wird oft das Tragen der Kompressionsweste und das Schlafen auf dem Rücken empfunden.

Wie sichtbar werden die Narben sein?

Jede OP hinterlässt Spuren. Bei der Double Incision legen wir die Schnitte möglichst in den Schatten des Brustmuskels, sodass sie später wie eine natürliche Kontur wirken. Die Narbenreifung dauert bis zu einem Jahr – mit guter Pflege (Silikonpflaster, Massage) verblassen sie meist sehr gut.

Werde ich nach der OP noch Gefühl in den Brustwarzen haben?

Das hängt stark von der Methode ab.

Bei der kleinen Schnittführung (Semicircular/Periareolär) bleibt der Stiel zur Brustwarze erhalten, weshalb die Sensibilität oft sehr gut bleibt.

Bei der großen Schnittführung (Double Incision) mit freier Warzentransplantation werden die Nerven durchtrennt. Das erogene Gefühl geht meist verloren, aber ein grobes Tastempfinden kehrt oft nach einigen Monaten zurück.

Muss ich für die Mastektomie Testosteron nehmen?

Nein, das ist keine medizinische Voraussetzung. Wir operieren auch Patienten, die keine Hormontherapie machen möchten oder sich als non-binär identifizieren. Falls du Testosteron nimmst, ist das aber oft ein Vorteil: Die Brustmuskulatur entwickelt sich stärker, was uns hilft, die Schnittführung exakt an der natürlichen Muskelkontur auszurichten.


Unser Ansatz

In der Praxisklinik am Rosengarten legen wir Wert auf:

  • individuelle 3D-Analyse
  • ästhetische Harmonie statt Überkorrektur
  • funktionelle Sicherheit
  • respektvolle Begleitung transidenter Patient:innen

Die Stirnfeminisierung ist häufig der entscheidende Schritt, der das Gesicht „in Einklang“ bringt – nicht durch Übertreibung, sondern durch anatomische Präzision.

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Ganz ohne zwang, ganz unverbindlich und vor allem auf Augenhöhe und ohne Vorurteile!