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MzF: Brustvergrößerung

Ein Schritt auf der Reise

Die geschlechtsangleichende Brustvergrößerung – auch bekannt als gender-affirming breast augmentation ist ein chirurgischer Eingriff, der transgeschlechtlichen Frauen sowie nicht-binären Personen dabei hilft, eine femininere Brustkontur zu erreichen und geschlechtsdysphorische Empfindungen im Brustbereich zu lindern. Ziel ist es, Brustvolumen und -form so zu gestalten, dass sie besser mit der eigenen Geschlechtsidentität übereinstimmen.

Was ist MTF Brustaugmentation?

Bei einer MTF Brustaugmentation werden durch einen operativen Eingriff Brustimplantate eingesetzt oder alternativ Eigenfett transplantiert, um die Brust in Größe, Form und Proportion zu verändern. Ziel ist es, eine natürlich wirkende, feminine Brustkontur zu erreichen, die zu deinem Körperbau passt. Auch eine Kombination aus Implantatnutzung und Eigenfett-Injektion ist möglich. Dieses Verfahren wird dann als Hybridaugmentation bezeichnet.

Die Transfeminine Brustaugmentation unterscheidet sich in einigen Aspekten von einer Standard-ästhetischen Mammaaugmentation. Aspekte wie Brustbreite, Brustimplantatposition, Form und Proportionen werden individuell beurteilt, um ein harmonisches, natürlich wirkendes Ergebnis zu erzielen. Eine erfahrene, trans-kompetente chirurgische Betreuung ist entscheidend für Sicherheit und Zufriedenheit.

Das Verfahren gehört zur feminizing top surgery und dient vielen Menschen dazu, sich körperlich mehr mit ihrer Geschlechtsidentität im Einklang zu fühlen.

Wie läuft die Brustvergrößerung ab?

Beratung & Planung: zunächst solltest du in unserer Klinik zum Beispiel am Standort in Köln oder Hamburg ausführlich beraten werden. An dem Tag sprechen wir die zur Verfügung stehenden Optionen in Bezug auf deine individuelle Situation mit dir durch, helfen dir bei der Erledigung der Antragstellung, und vermitteln dir einen Eindruck von unserer Klinik und unseren Ärzten. Nach diesem Termin gehst du vollständig aufgeklärt und informiert aus dem Gespräch und kannst dir in Ruhe Gedanken machen, ob und wann du die Operation umsetzen möchtest.

Implantatwahl: Silikonimplantate sind am häufigsten, es gibt unterschiedliche Formen, Größen und Platzierungen – unter oder über dem Brustmuskel – je nach gewünschtem Ergebnis. Wir nutzen die Beratung, um dir verschiedene Implantate zu zeigen und die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Größen und Formen von Brustimplantate zu erklären. Besonders wichtig ist uns: bei Transfrauen kann eine Brustvergrößerung nicht genauso durchgeführt werden, wie bei CIS-Frauen. Es gibt eigene, anatomische Regeln und Voraussetzungen, die der Chirurg kennen sollte. Daher werden solche Eingriffe in aller Regel auch in spezialisierten Zentren durchgeführt.

Vorbereitung auf die Operation

Natürlich gibt es bei der Planung im Vorfeld einige Dinge zu berücksichtigen. Details, zum Beispiel zu deinem Gesundheitszustand oder zu Medikamenten, die du eventuell einnimmst werden im Rahmen der Beratung gemeinsam besprochen.

BMI und Alter

Faktoren wie Body-Mass-Index (BMI) und Alter stellen keine automatischen Ausschlusskriterien für eine Operation dar. Der Schwerpunkt liegt vielmehr darauf, bestehende Vorerkrankungen – etwa Bluthochdruck oder Diabetes – optimal einzustellen, um die Sicherheit während und nach dem Eingriff zu gewährleisten.

 Medizinische Freigabe

Patient*innen mit chronischen Erkrankungen benötigen unter Umständen eine Operationsfreigabe durch die hausärztliche Betreuung oder entsprechende Fachärzt*innen, um sicherzustellen, dass sie für Narkose und Heilungsverlauf geeignet sind.
Rauchen, Vaping und jeglicher Nikotinkonsum sollten mindestens drei Wochen vor der Operation eingestellt bzw. weitestgehend reduziert werden, da Nikotin die Wundheilung erheblich beeinträchtigt.

Hormonersatztherapie (HET) und Brustvergrößerung

Es wird empfohlen, vor einer gender-affirming Brustvergrößerung mindestens 12 Monate konsequent eine Hormontherapie (HET) durchgeführt zu haben, um das natürliche Brustgewebswachstum zu fördern. Dies ist jedoch keine zwingende Voraussetzung. Unsere Chirurginnen haben auch Patientinnen behandelt, die Mikrodosierungen einnehmen oder keine HRT durchführen.

Warum wird eine Hormontherapie (HET) über ca. 12 Monate vor einer geschlechtsangleichenden Brustvergrößerung empfohlen?

  1. Maximierung des natürlichen Drüsenwachstums
    Östrogene fördern die Entwicklung des Brustdrüsengewebes sowie des umgebenden Fettgewebes. Nach etwa 12 Monaten HET ist das hormonell induzierte Brustwachstum in der Regel weitgehend abgeschlossen. Erst dann lässt sich zuverlässig beurteilen, welches Volumen tatsächlich operativ ergänzt werden muss.
  2. Verbesserte Weichteilqualität und Hautdehnbarkeit
    Die HET führt häufig zu einer verbesserten Elastizität der Haut und macht diese weicher, sodass es zu einer günstigeren Weichteilverteilung im Brustbereich kommt. Dies kann die Implantatabdeckung verbessern und zu einem natürlicheren ästhetischen Ergebnis beitragen.
  3. Stabilere Implantatplanung
    Wird zu früh operiert, kann weiteres hormonelles Brustwachstum nach der Operation zu Formveränderungen, Asymmetrien oder einer relativen Größenfehlplanung führen. Nach ca. 12 Monaten HET ist die Brustentwicklung meist stabil, was eine präzisere Implantatauswahl erlaubt.
  4. Reduktion des Risikos für Revisionsoperationen
    Durch das Abwarten der hormonell bedingten Veränderungen sinkt das Risiko, dass später eine Korrektur- oder Folgeoperation aufgrund nachträglicher Gewebeveränderungen erforderlich wird.
  5. Bessere Positionierung der Unterbrustfalte (Inframammärfalte)
    Die hormonelle Brustentwicklung unterstützt die natürliche Ausbildung der Unterbrustfalte, was für die ästhetisch korrekte Implantatpositionierung bei transgeschlechtlichen Patient*innen besonders relevant ist.
  6. Psychologische Orientierung und Zielklarheit
    Die HET gibt Patient*innen Zeit, sich an die körperlichen Veränderungen zu gewöhnen und die eigenen ästhetischen Ziele klarer zu definieren. Dies trägt zu einer realistischeren Erwartungshaltung und höheren postoperativen Zufriedenheit bei.

Brustvergrößerung – der Tag der Operation

Am Abend vor der Operation sollten Sie ab Mitternacht nichts mehr essen oder trinken. Klare Flüssigkeiten wie Wasser oder isotonische Getränke dürfen in der Regel noch bis vier Stunden vor dem Eingriff getrunken werden. Dies besprechen Sie aber auch ausführlich vorab mit unserem Anästhesieteam.

Die eigentliche Brustvergrößerung erfolgt unter Vollnarkose und dauert meist zwei bis vier Stunden. Nach der Operation verbringen Sie Zeit im Aufwachbereich, bis die Narkose vollständig abgeklungen ist, und werden anschließend in Begleitung einer Betreuungsperson nach Hause entlassen. Ein stationärer Aufenthalt im Sinne einer Übernachtung ist auch gerne in unserer Privatklinik möglich. So werden Sie bis zum Morgen nach der OP professionell von unserem Pflegepersonal betreut.


Heilungsverlauf und Erholung nach der Brustvergrößerung

Die Erholungsdauer kann individuell variieren und hängt unter anderem vom allgemeinen Gesundheitszustand, der Implantatlage und weiteren Faktoren ab. Im Folgenden ein allgemeiner Überblick:

Woche 1:
Eingeschränkte Armbeweglichkeit, deutliche Schwellungen, Blutergüsse und Schmerzen. Ruhe ist wichtig und Unterstützung im Alltag wird empfohlen. Gehen bzw. kurze Wege sind erlaubt und zu Thromboseprophylaxe gewünscht.

Wochen 2–4:
Leichte Beschwerden können weiterhin bestehen. Schonende Aktivitäten wie Spazierengehen, leichtes Dehnen, Autofahren oder Besorgungen sind meist erlaubt. Eine Bürotätigkeit ohne körperliche Belastung ist häufig wieder möglich.

Wochen 6–8:
Schwellungen und Blutergüsse gehen weitgehend zurück. Intensivere körperliche Aktivitäten und Sport können in der Regel wieder aufgenommen werden. In dieser Phase kann der Wechsel von einem postoperativen Stütz-BH zu einem Bügel-BH empfohlen werden, um die optimale Implantatposition zu fördern.

3–6 Monate:
Die Implantate setzen sich endgültig, verbleibende Schwellungen klingen ab und das endgültige Ergebnis wird weitgehend sichtbar. Kleinere Veränderungen können sich in den folgenden Wochen noch einstellen.

Bitte beachten Sie, dass die Heilungsphase auch emotionale Höhen und Tiefen mit sich bringen kann. Eine gute Vorbereitung und unterstützende Gespräche können diesen Teil des Prozesses deutlich erleichtern.

Mögliche Risiken und Komplikationen

Eine Brustvergrößerung durch erfahrene, fachärztlich qualifizierte Chirurg*innen gilt als sehr sicherer Eingriff. Dennoch bestehen – wie bei jeder Operation – potenzielle Risiken, darunter:

  • Infektionen
  • Narbenbildung
  • Asymmetrien
  • Kapselfibrose
  • Vorübergehende Taubheitsgefühle oder Veränderungen der Brustwarzensensibilität

Eine sorgfältige postoperative Nachsorge, einschließlich Schonung, Tragen von Kompressions- bzw. Stützkleidung und dem Vermeiden körperlicher Belastung, ist entscheidend für eine gute Heilung. Befolgen Sie stets die Empfehlungen Ihres Behandlungsteams und melden Sie sich bei Unsicherheiten oder Auffälligkeiten.

Häufige Fragen zur MzF Geschlechtsangleichende Brustvergrößerung

Gerne beantworten wir hier deine Fragen zur Behandlung.

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